16.05.2015 // Gefahrgut-Übungstag Wacker Chemie Burghausen

Heuer war das Ziel wieder das Chemiewerk Wacker Burghausen bzw. die dortige Werksfeuerwehr, von der die Spezialausbildung angeboten wird. Mit dabei war auch unser Bezirkschemiker Dr. Albert Keiler, der uns bei Einsätzen mit Gefahrgut und auch bei der entsprechenden Ausbildung immer unterstützt.

Bereits um 05:00 Uhr morgens war Abfahrt am Gerätehaus Jenbach, um pünktlich um 09:00 Uhr vor den Toren des Chemiewerks Wacker Burghausen zu sein, wo wir von den Ausbildern der Werksfeuerwehr empfangen wurden. Gemeinsam fuhren wir dann zur Feuerwache auf dem Werksgelände und absolvierten zunächst den theoretischen Teil der Ausbildung.

Anschließend stand dann die erste praktische Übung auf dem Programm. Begonnen wurde mit einer Übung in einem Keller, wo es bei Ausräumarbeiten einer Firma zu einem Unfall von 2 Arbeitern mit einem giftigen Stoff kam. Eine Menschenrettung mittels höchster CSA-Stufe Nr. 3 wurde durchgeführt sowie eine Dekontaminationsstraße, um eine stabile Lage gewährleisten zu können.

Bei der zweiten Übung kam es zu einem Verkehrsunfall bei rangierarbeiten mit einem Anhänger. Der Hänger hatte 2 mal 1000 Liter IPC mit Methanol aufgeladen. Hierbei wurde wieder mit der höchsten CSA Stufe Nr. 3 eine Menschenrettung vollzogen, da bei der Erstmeldung die Rede von Flusssäure war. Die Gebinde mit dem gefährlichen Inhalt blieben zwar dicht, mussten aber fachgerecht mit spezial Geräten umgepumpt werden.

Anschließend bei der letzten Übung des heutigen Tages, kam es zu einem PKW-Brand mit gefährlichen Gütern. Hierbei wurde erneut eine Menschenrettung durchgeführt, diesmal jedoch mittels schwerem Atemschutz. Zeitgleich wurde mit der Brandbekämpfung begonnen.

Jeweils im Anschluss an die Übungen gab es eine Nachbesprechung, bei der die Ausbilder neben lobenden Worten zugegebenermaßen auch einige Punkte fanden, an denen wir noch arbeiten müssen – aber gerade das macht so einen Übungstag ja so wertvoll.

Mit der Besichtigung der Spezialfahrzeuge der Werksfeuerwehr beendete man den offiziellen Teil des Übungstages und begab sich zum Quartier. Dort nutzten die Kameraden der Feuerwehr Jenbach den Abend, um in einer intensiven Nachbesprechung das Erlebte gemeinsam zu verarbeiten.