Bezirks Atemschutzübungsstrecke

Neue Atemschutz-Übungsstrecke in Jenbach!

In Eigenregie wurde im Jahr 1992 als das neue Gerätehaus damals fertig gestellt wurde im Dachboden eine Atemschutz Übungsstrecke für aktive Geräteträger aus Holzkäfigen gebaut. Hier müssen die Atemschutztrupps im, durch Disconebel verrauchten und verdunkelten Kriechgang, eine Übungsstrecke bewältigen, die mit zahlreichen Hindernissen und diversesten Engstellen versehen ist.  Es gilt dabei nicht nur die Übungsstrecke unter verengten, verrauchten und eingeschränkten Sichtverhältnissen zu absolvieren, sondern zusätzlich noch Aufgaben zu lösen und zu erfüllen, die vom jeweiligen Übungsleiter vor Betreten der Übungsstrecke angeordnet werden.

Im Jahr 2011 – 2012 wurde der gesamte Streckenverlauf umgebaut und modernisiert. So wurden 4 Infrarot Kameras zur Überwachung, eine elektrische Steuerung, sowie diverse Sound und Lichtelemente installiert. Neu ist auch eine komplett eingerichtete Einliegerwohnung, in der unter sehr realen Bedingungen ein Wohnungsbrand simuliert werden kann.

Auch ein Angriff über ein Höhenrettungsgerät (Drehleiter bzw. Hubsteiger) in den Streckenverlauf ist durch den Umbau möglich geworden.

Ziel der Ausbildung ist nicht die Gewöhnung an große Temperaturen oder das Kennenlernen von Formen des “Flash Over” oder “Backdraft, die bei einem Wohnungsbrand auftreten können (da auf der gesamten Übungsstrecke kein offenes Feuer verwendet wird), sondern vielmehr die Gewöhnung an das Arbeiten bei “wenig Sicht” und “engen Platzverhältnissen”, sowie die richtige Handhabung der Atemschutz-Geräte (auch die Abnahme des Gerätes während des laufenden “Atemschutzeinsatzes”), Sicherheitsbestimmungen, persönliche Schutzausrüstung und Atemschutz-Funk.

Da die Hindernisse in der Strecke variabel sind, ist die Übungsstrecke nie so, wie man sie eventuell noch in Erinnerung hat. Es gilt sich daher bei jedem “Einsatz” neu und 100% zu konzentrieren. Durch die erteilten Aufträge, der Sound und Lichtelemente ist die Bewältigung der Strecke eine sehr realitätsnahe Belastung.

Um den Streckengang erfolgreich zu beenden, benötigt man je nach gewähltem Szenario ca. 15-20 Minuten. Diese Zeit reduziert sich natürlich durch die Faktoren Angst und körperliche Tätigkeit. Beide Faktoren erhöhen den Sauerstoffverbrauch. Im Regelfall reicht die Atemluft jedoch aus. Sollte dies nicht der Fall sein, so kann der Geräteträger seine Atemschutzmaske jedoch ohne Gefahr abnehmen, da es sich bei dem verwendeten Rauch um unbedenklichen Diskonebel handelt. (Im Ernstfall hätte natürlich rechtzeitig der Rückzug angetreten werden müssen.)

Unsere Atemschutz-Übungsstrecke steht allen Feuerwehren aus dem Bezirk Schwaz sowie allen anderen interessierten Feuerwehren zur Verfügung.

Anfragen bevorzugt per Mail an atemschutz@ffjenbach.at  Betreff: Streckengang.

Die Anforderungen zum Streckengang sind:

  • Aktiver Atemschutzträger mit gültiger Untersuchung
  • Körperliche Tauglichkeit zum Zeitpunkt des Streckengangs
  • Kein Alkoholkonsum vor dem Streckengang
  • Die angemeldete Feuerwehr sollte auch immer Truppweise erscheinen