Gefahrgutübung Bauhof Jenbach

„Verkehrsunfall unbekannte Gefahr unbekannter Zustand“ …

… mit diesem Alarmtext wurde die Feuerwehr Jenbach zu einer Übung am Mittwochabend in den Bauhof Jenbach gerufen. Nach Eintreffen am Unfallort wurde sofort mit der Erkundung durch den Einsatzleiter begonnen. Hierbei stellte sich heraus, dass ein Stapler mit einem Kleinlaster kollidierte.

Dabei wurde ein Behälter mit Chlorwasserstoffsäure UN 1789 beschädigt. Der Einsatzleiter veranlasste auf Grund dessen eine sofortige „Crashbergung“ der verunfallten Person unter Atemschutz und lies eine Absperrzone um das Ereignis errichten.

Nach Abklärung über die weitere Vorgehensweise mit unserem Bezirkschemiker Dr. Albert Keiler, entschloss man sich das Fass unter Chemikalienschutzanzug (CSA) zu bergen.

Ein Trupp rüstete sich umgehend mit CSA aus und begann das beschädigte Fass in ein Überfass zu bergen. Das dekontaminierte Erdreich um die Unfallstelle wurde ebenfalls abgetragen und beseitigt. Um den Eigenschutz der Mannschaft bei diesen arbeiten sicher zu stellen wurde um das Ereignis ein Schaumteppich gelegt.

Im Zuge der Übung wurde von der Deko-Mannschaft alles für die Dekontamination der Geräteträger vorbereitet. Dabei kam auch wieder unser neues KÖF zum Einsatz.

Nach abschließender Dekontamination der CSA Träger konnten diese die sogenannte weiße Zone wieder betreten da keine Gefahr von Verschleppung des Mediums mehr bestand.

Bei der im Anschluss stattfindenden Übungsnachbesprechung wurde sachliche Feedbacks an alle eingesetzten Kammeraden durch unseren Kommandanten gegeben.

Bezirkschemiker Dr. Albert Keiler lobte die hohe Leistungsbereitschaft sowie das gute Fachwissen der Mannschaft.

Dauer: 90 min

Eingesetzte Fahrzeuge: KDO, LAST, TLFA-3000/200, TLFA-2000, LFA-B, LF-A, GGF, KÖF

Mannschaftsstärke: 38 Mann