Jahre 1906 – 1916

Ereignisse der Freiwilligen Feuerwehr in den Jahren 1906 bis 1919

1906

04.09.
Zimmerbrand bei Herrn Rosi. Kann rasch und ohne Alarmierung der Feuerwehr gelöscht werden konnte.

23.09.
Verleihung von Ehrenmedaillen an 36 Kameraden für mindestens 25 Jahre verdienstvolle Tätigkeit in der Feuerwehr.


1908

29.07.
Brand im Kalkwerk der Gebrüder Kirchner in Jenbach, infolge Blitzschlages um ca. 9 Uhr abends. Die Brandbekämpfung gestaltete sich sehr schwierig, da der Pulvervorrat im brennenden Objekt unter einer heftigen Detonation in die Luft ging. Die Spritzen konnten am Anfang nicht in Tätigkeit treten, da das zur Verfügung stehende Wasser jenseits der Südbahnstrecke lag. Das Kohlenmagazin konnte jedoch gerettet werden, indem die hölzernen Brücken und Schotterrutschen zum Kohlenmagazin von der Feuerwehr niedergerissen wurden.

23.11.
Brand im Oberdorf im Hause Kinigadner „Süßengut“ um 7 ¾ Uhr abends. Der Brand entstand durch Brandlegung, des dem Schnapstrunk stark ergebenen Alois Kinigadner. Der Brand konnte jedoch vom Hydranten beim Prinz Karl erfolgreich bekämpft werden.

Oberkommandant wurde Georg Ramminger jun.

28.04.
Die Innsbrucker Nachrichten berichten über, einen an dem an der Achenseebahn gelegenen Burgeck, durch spielende Kinder entstandenen Waldbrand grösserer Dimension, der erst gegen Abend gelöscht werden konnte.

03.05.
Dachstuhlbrand bei der Sattlermeisterswitwe Eichele, in der unteren Postgasse um ¾ 7 Uhr abends. Es erscheinte auch die Feuerwehr von Stans, die jedoch nicht mehr zum Einsatz kam.

16.10.
Heustockbrand beim Someler im Quellenweg. Konnte jedoch rechtzeitig gelöscht werden.


1910

16.04.
Brand im Dachboden des Freundhauses, kann jedoch sofort ohne Alarmierung gelöscht.

26.05.
Zimmerbrand im Ertlhaus um 12 Uhr nachts, der schon gelöscht ist bevor die Wehr ausrückt.

09.10.
Anlässlich einer Feier wurde Altkommandant Georg Ramminger sen., von Seiten des Bezirksfeuerwehrverbandes Schwaz Nr.3 eine Dankesurkunde überreicht. Bei der Feier nahmen neben Vertretern des Bezirks- und Landesfeuerwehrverbandes, der Bezirkshauptmann Kneussl sowie von Wiesing die gesamte Feuerwehr und Musik und die Feuerwehren von Schwaz, Stans, Pill, Vomp, Innsbruck, Eben, Strass und Achenkirch mit ca. 120 Mann daran teil.Georg Ramminger sen. war von 1882 bis 1909 Oberkommandant von Jenbach und von 1892 bis 1910 Ausschussmitglied des Bezirksfeuerwehrverbandes Schwaz.


1911

17.08.
Brannte der Somelerstadl im Quellenweg vollständig nieder. Das Vieh konnte mit knapper Not gerettet werden. Die ebenfalls erschienene Wehr von Stans braucht nicht mehr in Tätigkeit zu treten.


1912

06.03.
Brannte im Hüttenwerk um 8 Uhr abends eine Seitenwand im Modelltrockenraum.

08.05. – 12.05.
wurde die Ortschaft von einer Hochwasserkatastrophe heimgesucht. Durch langanhaltende Regengüsse und die dadurch entstehenden Abrutschungen am Kasbach, wurde die Strasse oberhalb der Grauss–Schmiede an mehreren Stellen total zerstört, sodass der gesamte Verkehr ins Achental gesperrt wurde. Das Anwesen des Anton Hofreiter im Moos, wurde vollständig vom Wasser umspült und war lange Zeit in Gefahr weggeschwemmt zu werden. Im unteren Teil der Schießstandstraße lagerte der Bach den ganzen mitgeführten Schotter ab. Alle Gebäude dort selbst wurden metertief mit Geröll bedeckt. Alle Brücken mussten abgerissen werden. 21mal ertönte die Sturmglocke. Dank des tätigen und zielbewussten Eingreifens aller Ortsbewohner unter Führung der Feuerwehr, die bei strömenden Regen ununterbrochen 3 Tage lang arbeitete, konnte das Dorf vor einem noch größeren Unglück bewahrt werden. Alle Felder hinter dem Schiesstand wurden Gänzlich vermurt.

28.12.
Um ¾ 10 Uhr abends brannte es in der Ätzerei der Sensenunion.


1913

04.06.
Brannte um 10 Uhr abends, nach Brandlegung das Haus der Wwe. Kinigadner in der Achenseestraße vollständig nieder, das Haus des Schneidermeister Jeschek wurde erheblich beschädigt. Am Brandplatz erschienen sehr rasch die Wehren von Wiesing und Rotholz. Als Brandleger wurde der als geistig nicht normale Sohn ausgeforscht, der bereits 1908 versucht hatte das Haus in Brand zustecken.


1914

07.04.
Traff die Benzin Motor Spritze von der Fa. Rosenbauer und Kneitschel aus Linz ein. Diese war die Erste im Bezirk Schwaz. Vorführung unter Beisein der Gemeinde-Vorstehung und des Feuerwehrausschusses.

21.05.
Vorführung der Benzin Motor Spritze vor dem Landes- und Bezirks Feuerwehr Verband, sowie den geladenen Wehren, welche zur vollsten Zufriedenheit ausfiel. Hernach Freisuff beim Stern.

30.07.
Allgemeine Mobilisierung, wodurch eine große Anzahl unserer Mitglieder, darunter auch unserer Kommandant, Schriftführer und Kassier der Feuerwehr entrissen wurden.

30.09.
Brand des Soldnergutes ( Georg Ofner ) in Maurach/Buch um ¾ 12 Uhr abends. Die Motorspritze war das erstemal im Einsatz und bewährte sich gut.


1916

26.09.
Brand in Schlitters. Unsere Wehr konnte in Strass wieder umkehren, da der Brand bereits lokalisiert war.


1917

23.03.
Brand beim Tischler Weiland in Rotholz um ½ 10 Uhr nachts. Unsere Wehr kam jedoch nicht mehr in Tätigkeit.

05.06.
Durchreise seiner Majestät des Kaisers Die Wehr begab sich zum Bahnhof um ihre Begrüßung darzubringen.

24.09.
Um 5 ½ UhrBrand in der Landes Lehranstalt Rotholz, der 1913 errichtete Heustadl brannte mitsamt den Vorräten (109 Waggonladungen Heu) vollständig nieder. Im Einsatz die Wehren von Buch, Strass, Wiesing, Jenbach, Brixlegg, Schwaz und das Militär.
1918

November
Der Krieg ist vorbei, die Feuerwehr beklagte 9 Gefallene. Einige Kameraden galten noch als vermisst.


1919

18.05.
Der 31. Bezirks Feuerwehrtag wird in Jenbach abgehalten.

06.09.
Altkommandant Georg Ramminger sen. wird zum Ehrenmitglied des Bezirks Feuerwehrverband Schwaz ernannt.