Jahre 1944 – 1945

Ereignisse der Freiwilligen Feuerwehr Jenbach in den Jahren 1944 und 1945

1944
Bereitschaft wegen Fliegeralarm am 13.04, 14.05., 24.05. und 25.05.

13.07.
Bereitstellung der Einsatzgruppe I von 18.00-22.50 Uhr, wegen Fliegerangriff auf München.

16.07.
Fahrt der Einsatzgruppe I mit der Bereitschaft Schwaz nach München – Ramersdorf. Rückkehr am 17.03. um 6.00 Uhr früh.

31.10.
Brand beim Glaser in Strass, ohne Einsatz eingerückt.

04.11.
12.35 Uhr, Fahrt mit einer Löschgruppe nach Stumm im Zillertal, nach einem Brandbomben – Angriff. Ohne Einsatz wieder eingerückt.
Das Bauernhaus des Hermann Pessati (Kumeter), der angebaute Stall und der Poststall wurden durch den Brand vollständig zerstört.

17.12. und 18.12.
Fliegerangriff auf Innsbruck. Wasserführung zur Brandbekämpfung vom Inn zur Klinik. Einsatzdauer 32 Stunden.
1945
Mit der Ausbildung von Frauen wurde begonnen, jedoch aufgrund des Kriegsendes abgebrochen.

27.02.
Bombenabwurf auf Jenbach, welcher ohne Brände abgegangen ist. Das Spritzenhaus bei der Sensenunion wurde durch den Luftdruck stark beschädigt. Zahlreiche Häuser im Oberdorf (Bereich Sensenunion und Brauhaus) wurden zerstört oder stark beschädigt. Jenbach hatte 8 Tote, 5 Schwerverletzte und 21 Leichtverletzte zu verzeichnen.

18.03.
Um 4 Uhr früh Totalbrand Frachtenmagazin am Bahnhof. Ortsfeuerwehr und Werksfeuerwehr Heinkel stehen im Einsatz. Der Kanzleianbau konnte gerettet werden.

19.04.
Einsatz der Löschgruppe in Brixlegg zur Brandbekämpfung nach Fliegerangriff. Dauer des Einsatzes von 18.00 – 21.00 Uhr. Wasserbringung vom Inn, zum Löschen des Brandes des landwirtschaftlichen Magazins am Bahnhof Brixlegg. Dies war der Fünfte und letzte Bombenangriff auf Brixlegg. Im Einsatz standen 12 Feuerwehren und 2 Wehren auf Bereitschaft.

05.05.
Der stellvertretende Gruppenführer Lamparter Josef starb bei einem Unfall (Explosion eines Sprengkörpers) in der Werkstätte.

07.05.
Übernahme eines LF15 Klöckner Humbolt Deutz aus dem Kriegsnachlass eines Polizeistabes in Weer.
Waldbrand Schottergrube Tiwag mit LF15 im Einsatz.

08.05.
Ende des 2.Weltkrieges.

10.05.
Durch Wehrführer Pernter und Zeugwart Stubenvoll Alois werden in Strass aus einem Feuerwehr Nachlass der Wehrmacht verschiedenes Feuerwehrmaterial sichergestellt.

16.05.
Um ½ 1 Uhr Nachts Pkw – Brand in der Austrasse, große Gefahr wegen in der Nähe lagernder, explodierender Munition.

09.08.
Bestellung von Pernter Anton zum Kommandanten.

09.09.
Fehlalarm, da marokkanische Soldaten im Park des Hüttenwerkes über einem offenen Feuer Schaschlik braten (Mohammedanische religiöse Zeremonie)

05.11.
Dachbodenbrand im Brauhaus (Schweizerhaus) um ca. 18 Uhr Abends.

06.11.
Brand einer Magazinbaracke der französischen Besatzung im Park der Berg – und Hüttenwerke um 0.15 Uhr. Der Brand wird verzögert gemeldet und so brennt die Baracke vollständig nieder. Nebenbaracken werden gerettet. Im Einsatz Orts- und Werksfeuerwehr, auf Bereitschaft Buch und Strass. Anklage der französischen Militärbehörde gegen Anton Pernter wegen des Barackenbrandes.