Übung im Pianner Tunnel in Landeck

Bei Einsätzen in Tunnelanlagen wirken andere Gesetze als bei Einsätze über Tage.

 

Die Orientierung und das “Zeitgefühl” geht bei starker Rauchentwicklung und enormer Hitze für den einzelnen Feuerwehrmann sehr schnell verloren. Es ist eine ENORME physische und psychische Belastung für jeden, der in einen verrauchten Tunnel hineingeht! Zudem ist der Rettungstrupp sich sehr oft alleine überlassen ohne Hilfe von draußen. Letztendlich muss man sich eingestehen, dass bei einem “Tunnel-GAU” die Feuerwehr nicht einfach hineinspaziert und nach einer halben Stunde alle Eingeschlossenen wieder Gesund nach draußen bringt! Für jene, denen die Flucht aus dem Tunnel nicht selbständig gelingt, ist die Wahrscheinlichkeit zu überleben leider oft sehr gering. Im Brandfall entsteht an der Tunneldecke eine Temperatur von ca. 1000 bis 1200 ° Grad und es muss mit Betonabplatzungen gerechnet werden (dabei fallen z.T. tonnenschwere Betonstücke auf die Fahrbahn), was den Einsatz in solchen Tunnelanlagen noch mehr erschwert.

Um Für solche Szenarien gerüstet zu sein, konnte die Feuerwehr Jenbach am Samstag den 22. Juni 2013 bei einer sehr Interessanten Tunnelübung im Bezirk Landeck teilnehmen.

Wir konnten mit DER TUNNELFEUERWEHR“ im Land Tirol der Stadtfeuerwehr Landeck, bei einer sehr interessante und aufschlussreichen Übung im 1500 m langen Piannertunnel mitwirken und für den hoffentlich nie eintreffenden Ernstfall trainieren.

Alls erstes wurde uns das taktische Vorgehen bei Einsätzen im Tunnel bei einer sehr informativen PowerPoint Präsentation im Einsatzzentrum Landeck vorgestellt.

Im Anschluss fuhren wir mit den Kammeraden aus Landeck in Richtung Übungsobjekt Piannertunnel.

Dort wurden im Stationsbetrieb mehrere Übungen abgehalten.

Als erstes galt es einen Hindernissparcour „blind“ zu durchfahren. Dabei wurde die Fahrzeugkabine mit einem Leintuch zugehängt damit man das fahren mittels Wärmebildkamera trainieren konnte. Dies stellte sich als sehr schwierig und als Neuland für unsere Kraftfahrer heraus.

Im Anschluss wurden uns die Möglichkeiten mit dem Lösch-Unterstützungsfahrzeug LUF 60der Feuerwehr Landeck aufgezeigt. Dabei handelt es sich um ferngesteuertes Raupenfahrzeug auf dem eine „Schneekanone“ aufgebaut ist. Dieses Fahrzeug eignet sich hervorragend um stehen gebliebenen Fahrzeuge auf der Fahrbahn zur Seite zu schieben. Des weiteren kann mit dem fein zerstäubten Wassernebel die Temperatur sowie der Brand bekämpft werden.

Zum Schluss wurde noch ein PKW Brand im Tunnel bekämpft.

Wir möchten uns auf diesem Weg bei den Kammeraden aus Landeck für die sehr aufschlussreiche Übung bedanken

Infos zur Feuerwehr Landeck http://www.ff-landeck.at