20.08.2025 // Arbeitsunfall in 30 Meter Silo – Zwei verletzte Personen
Arbeitsunfall in Jenbacher Betrieb – Zwei verletzte Personen in einem 30 m hohen Silo – eine am Förderband eingeklemmt, die andere im Kies verschüttet!
Am 20. August 2025 führte die Feuerwehr Jenbach gemeinsam mit der Bergrettung Jenbach, dem Roten Kreuz Schwaz und Mitarbeitenden eines Jenbacher Industriebetriebs eine groß angelegte Einsatzübung auf dem Firmengelände durch. Ziel war es, ein möglichst realistisches Szenario eines schweren Arbeitsunfalls zu bewältigen und das koordinierte Zusammenspiel aller Einsatzorganisationen zu proben.
Übungsszenario
Angenommen wurde ein schwerer Arbeitsunfall mit zwei verletzten Personen in einem rund 30 Meter hohen Silo.
Eine Person war am Förderband eingeklemmt,
die zweite bis zur Hüfte in einem mit Kies gefüllten Silo verschüttet.
Während eine der Personen bewusstlos war, blieb die andere ansprechbar – beide jedoch schwer verletzt.
Einsatzverlauf
Die Feuerwehr übernahm die technische Rettung:
Befreiung der am Förderband eingeklemmten Person
Vorsichtiges Freischaufeln der verschütteten Person im Silo
Gleichzeitig sicherte die Bergrettung die Einsatzkräfte und führte mit Trage und Abseiltechnik die patientenschonende Rettung aus der Höhe durch. Die Rettung übernahm die medizinische Erstversorgung beider Patienten.
Auch der Betriebsleiter war vor Ort und unterstützte die Maßnahmen aktiv.
Besondere Herausforderungen
Die größten Herausforderungen lagen in den beengten Platzverhältnissen im Silo und der starken Staubentwicklung während des Einsatzes.
Kleidung, Ausrüstung und auch die Einsatzkräfte selbst waren rasch stark verschmutzt – was die anschließenden Aufräumarbeiten zusätzlich erschwerte.
Fazit
Die Übung bestätigte eindrucksvoll, wie entscheidend eine effektive Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Bergrettung, Rettung und Betrieb im Ernstfall ist.
Nur durch eingespielte Abläufe und klare Kommunikation kann in solchen Situationen rasch und effizient Hilfe geleistet werden.
Direkt nach Abschluss der Übung fand vor Ort eine ausführliche Nachbesprechung statt, bei der die Abläufe analysiert und Erfahrungen ausgetauscht wurden. Anschließend trafen sich alle Beteiligten im Feuerwehrhaus Jenbach, wo sie den Abend bei einer stärkenden Jause und in kameradschaftlicher Runde gemütlich ausklingen ließen.






























