Nr. 024 // 10.03.2026 Waldbrand / Bahntrasse Achenseebahn
Waldbrand durch Abbrennarbeiten entlang der Achenseebahntrasse
Am Nachmittag des 10. März 2026 kam es im Zuge von Abbrennarbeiten entlang der Achenseebahntrasse im Bereich Fischl zu zwei getrennten Waldbränden. Gegen 15:10 Uhr alarmierte der vor Ort eingesetzte Einsatzleiter der Brandsicherheitswache die Feuerwehr Jenbach, nachdem ein kräftiger Windstoß Funkenflug verursacht hatte, der den oberen Waldbereich entzündete. Das Feuer breitete sich aufgrund der Hanglage rasch aus.
Noch während der Anfahrt wurde nach Rücksprache mit dem Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Jenbach, HBI Alexander Aschenwald, aufgrund der Größe der beiden rund 200 Meter voneinander entfernten Brandstellen sowie der schwierigen Geländesituation Sirenenalarm für Jenbach ausgelöst. Zusätzlich wurden die Feuerwehr Wiesing sowie die Betriebsfeuerwehr INNIO Jenbacher nachalarmiert. Bereits bei der Zufahrt waren starke Rauchschwaden und offene Flammen über dem Gebiet sichtbar. Nach der ersten Lageerkundung vor Ort erfolgte die weitere Nachalarmierung der Feuerwehr Buch in Tirol.
Zwei Brandherde – zwei Angriffsrichtungen
Da es sich um zwei unabhängige Brandereignisse handelte, mussten die Einsatzkräfte die Bereiche von verschiedenen Seiten anfahren:
Brandstelle 1 – Bereich Burgeck
Das TLFA 1 der Feuerwehr Jenbach sowie das TLF der BTF INNIO Jenbacher wurden in Richtung der Haltestelle Burgeck entsandt.
Von dort wurde Ausrüstung und Mannschaft auf den Löschzug verladen, um das steile Gelände kraftschonend überwinden zu können.
Gleichzeitig verlegten die Mannschaften eine Löschleitung entlang der Bahntrasse.
Während von der Bahntrasse aus bergwärts gelöscht wurde, arbeiteten sich die Kameraden der Feuerwehr Wiesing von der Achenseebundesstraße talwärts zum Brandherd vor.
Brandstelle 2 – Bereich Fischl
Das höher gelegene Brandereignis wurde von Fischl aus talwärts bekämpft — mit Kräften des TLFA 2000/100 der Feuerwehr Jenbach, der Feuerwehr Buch i. Tirol sowie dem LFBA der BTF INNIO Jenbacher.
Zur Sicherstellung einer ausreichenden Wasserversorgung wurde zusätzlich die Feuerwehr Schwaz mit dem AB‑Tank 7000 alarmiert. Damit konnte ein großer Löschwasserpuffer geschaffen und der Löschwasserbehälter nach dem Einsatz wieder befüllt werden.
Eine in der Umgebung tätige Polizei‑Drohne unterstützte die Einsatzleitung mit Luft- und Wärmebildaufnahmen sowie beim Vermessen der betroffenen Flächen.
Eindämmung und Nachlöscharbeiten
Durch das rasche Eingreifen aller eingesetzten Feuerwehren und die ausgezeichnete Zusammenarbeit konnte der Brand zügig unter Kontrolle gebracht werden.
Im Anschluss folgten umfangreiche Nachlöscharbeiten mit Netzmittel und Schanzwerkzeug, um Glutnester vollständig abzulöschen und ein erneutes Aufflammen zu verhindern.
Gegen 17:30 Uhr rückten die Einsatzkräfte wieder in die Gerätehäuser ein, wo unmittelbar die Reinigung und Wiederherstellung der Einsatzgeräte begann.
Im Gesamten wurden 45B, 40C und 3D Schläuche, ergibt 1.545 Meter Schlauchmaterial, bei diesem kräftezerrenden Einsatz verlegt.
Dank
Die Freiwillige Feuerwehr Jenbach bedankt sich bei allen ausgerückten Kräften für den professionellen Einsatz, die gute Abstimmung und die hervorragende Zusammenarbeit, sowie bei der Mannschaft für die Stundenlange Nachbereitung bis weit in die Nacht hinein, um für den nächsten Einsatz wieder gerüstet zu sein.
Eingesetzte Kräfte
Freiwillige Feuerwehr Jenbach
- KDO, TLFA 3000/200, TLFA 2000/100, LAST
- 23 Einsatzkräfte
Freiwillige Feuerwehr Wiesing
- TLFA 3000/100, LAST
- 9 Einsatzkräfte
Betriebsfeuerwehr INNIO Jenbacher
- TLF, LFA‑B, LAST
- 18 Einsatzkräfte
Freiwillige Feuerwehr Buch in Tirol
- TLF, KLF
- 18 Einsatzkräfte
Freiwillige Feuerwehr Schwaz
- WLF3 mit AB‑Tank
- 4 Einsatzkräfte
Polizei
- Streifendienst & Drohnen-Team
- 6 Einsatzkräfte
Bildrechte: ©FFJenbach, ©Zoom-Tirol
































